Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis, Preise

Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2026 geht an Timea Tankó

Timea Tankó
Konstantin Déry

Am Freitag, den 17. Juli 2026  hat die Jury im Frankfurter Haus des Buches aus 59 Einsendungen den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis der Literaturübersetzerin Timea Tankó zugesprochen für ihre Übertragung von András Viskys Roman „Die Aussiedlung“ aus dem Ungarischen ins Deutsche, der im Suhrkamp Verlag erschienen ist.

Der Jury gehörten an Nicola Denis, Ina Kronenberger, Silke Kleemann, Maria Rajer und Jan Wilm, die Sitzung wurde von Karen Nölle moderiert. Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:

Die Übersetzung von Timea Tankó besticht durch eine ungeheure schöpferische Tiefe. Wie in einem einzigen Atemzug trägt sie uns durch das Werk, das äußerst poetisch von menschlicher Tragik und vom mutigen Überleben erzählt. An keiner Stelle erlöst uns das Buch mit einem Schlusspunkt, beflügelt uns jedoch – wie die brillante Übertragung – durch die lebendige, stilistisch schillernde Sprache. Durchdrungen von Assonanzen und Alliterationen lässt Timea Tankó, zwischen Pathos und Ironie, Weltverbundenheit und Metaphysik, perfekt rhythmisiert den Funken überspringen. Eine großartige übersetzerische Leistung!

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 5. September 2026 im Rahmen des Wolfenbütteler Gesprächs statt.

Pressemeldung Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2026 zum Download