Am 05. September 2026 fand im Rahmen des 21 Wolfenbütteler Gesprächs die feierliche Verleihung des Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreises 2026 an Timea Tankó statt.

Karen Nölle, Timea Tankó, Katharina Raabe, Cia Rinne Foto: Alexandra Jordan
Der mit 12.000 Euro dotierte Preis wurde Timea Tankó in Würdigung ihres Gesamtwerks, vor allem aber für ihre herausragende Übersetzung des Romans Die Aussiedlung des Autors András Visky aus dem Ungarischen.
Die Laudatio hielt die Lyrikerin und Künstlerin Cia Rinne.

Timea Tankó, Cia Rinne
Foto: Alexandra Jordan
Die Jury, der die Übersetzerinnen Nicola Denis, Ina Kronenberger, Silke Kleemann, Maria Rajer und der Übersetzer Jan Wilm angehören, begründet ihre Entscheidung wie folgt:
Die Übersetzung von Timea Tankó besticht durch eine ungeheure schöpferische Tiefe. Wie in einem einzigen Atemzug trägt sie uns durch das Werk, das äußerst poetisch von menschlicher Tragik und vom mutigen Überleben erzählt. An keiner Stelle erlöst uns das Buch mit einem Schlusspunkt, beflügelt uns jedoch – wie die brillante Übertragung – durch die lebendige, stilistisch schillernde Sprache. Durchdrungen von Assonanzen und Alliterationen lässt Timea Tankó, zwischen Pathos und Ironie, Weltverbundenheit und Metaphysik, perfekt rhythmisiert den Funken überspringen. Eine großartige übersetzerische Leistung!
